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Dort weitermachen, wo ihr aufgehört habt.

Rekindly ist ein ruhiger Ort für alles, was du über die Menschen in deinem Leben weißt, und vor jedem Anruf, Besuch oder Termin sagt es dir in wenigen Zeilen, wo ihr stehengeblieben seid.

Es ist gemacht für die Freundin, die du seit Monaten anrufen wolltest, für den Kunden, den du einmal im Quartal triffst, und für die Tante, deren Geburtstag immer früher kommt als gedacht. Du notierst nach einem Gespräch, was wichtig war, und Rekindly bringt es dir genau dann zurück, wenn du es brauchst, auf deinem eigenen Server und ohne dass jemand anderes mitliest.

Version 0.1.0 · AGPL-3.0 · Deutsch und Englisch · amd64 und arm64


Die Personenseite von Maya Chen in Rekindly, mit dem Briefing oben, Kontaktdaten, Fakten und dem Verlauf der Gespräche.
Die Personenseite. Das Briefing oben zeigt, was du nachhalten wolltest, einen angehefteten Fakt, das letzte Gespräch, den nächsten Geburtstag und wie oft du dich melden möchtest. Alle Namen in den Bildern sind erfunden.

Warum Rekindly

Beziehungen leben vom roten Faden, nicht von Kontakt­daten.

Die meisten von uns vergessen keine Menschen, sondern den Faden. Wir wissen noch, dass ein Freund umziehen wollte, aber nicht, ob der Umzug geklappt hat. Wir erinnern uns, dass eine Kollegin von einem schwierigen Projekt erzählt hat, aber nicht, wie es ausgegangen ist. Die Einzelheiten sind über Chats, Mails, Notizbücher und das eigene Gedächtnis verstreut, und wenn das nächste Gespräch ansteht, findet man sie nicht wieder.

Rekindly sammelt diese Fäden an einem Ort und ordnet sie um das nächste Gespräch herum. Es ist keine Datenbank, die gepflegt werden will, und kein Feed, der um deine Aufmerksamkeit buhlt. Es ist ein Notizbuch mit gutem Gedächtnis, das dir zur richtigen Zeit die richtige Seite aufschlägt, damit du besser zuhören kannst und die Frage stellst, die zeigt, dass du beim letzten Mal zugehört hast.

Der Name sagt, worum es geht. Es geht nicht darum, Menschen zu sammeln, sondern Verbindungen wieder aufleben zu lassen, die dir wichtig sind, ganz gleich, ob sie zu deinem privaten Leben oder zu deiner Arbeit gehören.

Vor dem Gespräch

Ein Briefing, das auf einen Bildschirm passt.

Wenn du eine Person öffnest, siehst du zuerst, was du für das nächste Gespräch brauchst: die Wiedervorlagen, die du zugesagt hast, die Fakten, die du angeheftet hast, weil sie wichtig sind, eine Zusammenfassung des letzten Gesprächs, den nächsten Geburtstag und wie lange ihr nicht mehr gesprochen habt. Alles andere, von den Kontaktdaten bis zum vollständigen Verlauf, ist nur ein kurzes Scrollen entfernt.

Notieren soll Sekunden dauern, nicht Minuten. Nach einem Telefonat tippst du ein paar Zeilen in die Schnellerfassung, erwähnst Personen mit @Name, kennzeichnest den Eintrag mit /call als Telefonat und legst mit /wv 2w eine Wiedervorlage in zwei Wochen an. Einträge werden in Markdown geschrieben und mit allen Beteiligten verknüpft, sodass ein Abendessen mit drei Freunden auf allen drei Seiten erscheint.

Die Personenseite auf dem Handy im dunklen Modus, das Briefing ist ohne Scrollen sichtbar.
Auf dem Handy ist das Briefing ohne Scrollen sichtbar, auch im dunklen Modus.

Jeden Morgen

Eine Seite für alles, was heute ansteht.

Die Seite „Heute“ sammelt die fälligen und überfälligen Wiedervorlagen, die Geburtstage der nächsten zwei Wochen und die Menschen, mit denen du länger nicht gesprochen hast, als du eigentlich wolltest. Für jede Person legst du fest, wie oft du dich melden möchtest, etwa jeden Monat bei einem engen Freund und jedes Quartal bei einem Geschäftskontakt, und Rekindly sagt dir unaufdringlich Bescheid, wenn die Zeit verstrichen ist.

Ab dem nächsten Release schickt dir Rekindly auf Wunsch auch jeden Morgen eine kurze Zusammenfassung per Mail, wenn du es lieber im Postfach hast. Es gibt keine Serien, keine Punkte und keine Abzeichen, denn in Kontakt zu bleiben soll sich nie wie ein Spiel anfühlen, das man gerade verliert.

Die Seite „Heute“ mit fälligen Wiedervorlagen, anstehenden Geburtstagen und Menschen, mit denen du lange nicht gesprochen hast.
Fällige Wiedervorlagen, Geburtstage der nächsten zwei Wochen und Menschen, bei denen ein Gespräch überfällig ist.

Leben und Arbeit

Privat und Beruf, nebeneinander, aber nie vermischt.

Viele Menschen, die uns wichtig sind, sind keine Freunde im engeren Sinn. Es sind Kundinnen, Kollegen und Geschäftspartner oder die Nachbarin, die die Bäckerei um die Ecke führt. Rekindly gibt auch ihnen einen Platz, allerdings in getrennten Bereichen: Privat und Business sind von Anfang an da, und du kannst eigene Bereiche anlegen, jeder mit seiner eigenen Farbe.

Bereiche sind mehr als ein Filter. Für jeden Bereich entscheidest du, welche Geräte seine Kontakte bekommen, ob er in einem Kalender-Abo auftaucht und ob ein KI-Anbieter ihn überhaupt jemals sehen darf, damit das, was du über deine Familie weißt, nie am selben Ort landet wie das, was du über deine Kunden weißt.

PrivatFamilie und Freunde, auf dein eigenes Handy synchronisiert
BusinessKunden und Kollegen, für die KI tabu
VereinEin eigener Bereich, für was immer du brauchst

Dort, wo deine Kontakte schon sind

Das Adressbuch deines Handys, in beide Richtungen synchron.

Rekindly spricht CardDAV, den offenen Standard, den iPhone, macOS, Thunderbird und viele Android-Apps für Kontakte verwenden. Du verbindest ein Gerät einmal, und ab dann erscheinen deine Menschen in seinem eigenen Adressbuch, mit Namen, Nummern, Adressen, Geburtstagen und Fotos. Änderst du auf dem Handy eine Nummer, übernimmt Rekindly sie, und löschst du dort einen Kontakt, landet er im Papierkorb von Rekindly, statt für immer zu verschwinden.

Wiedervorlagen und Geburtstage kannst du außerdem als Kalender abonnieren, sodass sie neben deinen Terminen stehen. Jedes Gerät bekommt sein eigenes Passwort und sieht nur die Bereiche, die du dafür auswählst.

Die Sync-Einstellungen mit dem Adressbuch-Abgleich per CardDAV und dem Kalender-Abo.
Jedes Gerät bekommt ein eigenes Passwort und nur die Bereiche, die du dafür auswählst.

Deine Daten

Auf deinem Server, in offenen Formaten, mit Backups, die du lesen kannst.

Rekindly läuft als ein einziger Docker-Container mit einer SQLite-Datenbank, auf einem Heimserver, einem Raspberry Pi oder einem kleinen gemieteten Server. Es meldet sich nirgendwo, enthält keine Analyse-Werkzeuge und spricht nie mit einem Dienst, den du nicht selbst eingerichtet hast.

Du kannst jederzeit alles als JSON oder vCard exportieren, und Rekindly legt auf Wunsch jede Nacht ein verschlüsseltes Backup auf einem WebDAV-Speicher wie Nextcloud oder auf einem beliebigen S3-kompatiblen Speicher ab. Genauso einfach kommen deine Kontakte hinein: Exporte aus Apple, Google oder Outlook werden mit Vorschau, Dubletten-Erkennung und einer Möglichkeit zum Rückgängigmachen importiert, und Personen, die sich später als doppelt herausstellen, lassen sich sorgfältig zusammenführen.

Die Seite „Heute“ auf dem Handy.
Die Web-App ist zuerst für kleine Bildschirme gebaut und lässt sich auf den Home-Bildschirm legen.

Hilfe auf Wunsch

KI, wenn du sie willst, und nur mit dem, was du freigibst.

Wenn du möchtest, fasst Rekindly einen langen Verlauf zu einem kurzen Briefing zusammen, schlägt Fakten aus einer gerade geschriebenen Notiz vor oder beantwortet Fragen wie die, wen du in einer bestimmten Firma kennst. Du kannst ein lokales Modell über LM Studio oder Ollama nutzen, sodass nichts dein eigenes Netz verlässt, oder einen Cloud-Anbieter deiner Wahl. Die KI ist ab Werk ausgeschaltet und muss für jeden Bereich einzeln erlaubt werden.

Für deine eigenen Werkzeuge gibt es eine dokumentierte REST-API mit persönlichen Token und einen MCP-Server, über den ein Assistent wie Claude nachschlagen kann, was du über jemanden weißt, auch hier nur in den Bereichen, die du freigegeben hast.

Auf einen Blick

Was in Version 0.1 steckt.

Grundsätze

Wie sich Rekindly anfühlen soll.

Ruhig

Es erinnert dich, aber es drängelt nicht. Es gibt keinen Feed, kein Zähler-Symbol, das nachts weiterwächst, und nichts, das dich dafür belohnt, die App öfter zu öffnen.

Privat

Eine Installation gehört der Person, die sie betreibt. Deine Notizen bleiben auf deinem Server, und nichts wird irgendwohin geschickt, solange du es nicht selbst eingerichtet hast.

Deins

Alle Daten lassen sich in offenen Formaten exportieren, und der Code ist freie Software unter der AGPL, sodass du ihn lesen, ändern und betreiben kannst, wie du willst.

Für lange gebaut

Ein Container, eine Datenbankdatei und keine externen Dienste, um die man sich kümmern muss. Eine Installation, die du heute einrichtest, soll auch in fünf Jahren noch still vor sich hin laufen.

Loslegen

In zwei Minuten startklar.

Du brauchst nur einen Rechner oder Server mit Docker. Starte den Container mit dem Befehl unten, öffne die Adresse im Browser und lege dein Konto an; der erste Start führt dich durch alles Nötige.

docker run -d --name rekindly -p 3000:3000 \
  -v rekindly-data:/data \
  -e PUBLIC_URL=http://localhost:3000 \
  ghcr.io/dddanny79/rekindly:latest
  1. Führe den Befehl auf dem Rechner aus, auf dem Rekindly laufen soll.
  2. Öffne http://localhost:3000 und lege dein Konto an.
  3. Lege die ersten Personen von Hand an oder importiere sie aus deinem Adressbuch.

Für den Alltag hinter HTTPS, das Passkeys und das iPhone voraussetzen, beschreibt die Dokumentation Varianten mit Docker Compose, Coolify und den gängigen Reverse Proxys. Die Images gibt es für amd64 und arm64, ein Raspberry Pi eignet sich also genauso gut wie ein gemieteter Server.

Die Dokumentation ist bisher auf Englisch.

Dokumentation

Fragen

Fragen und Antworten.

Kostet Rekindly etwas?

Nein. Rekindly ist freie Software unter der GNU Affero General Public License 3.0. Du betreibst es selbst, die einzigen Kosten sind also die deines eigenen Servers, und es gibt keine kostenpflichtige Ausgabe, in die du gedrängt würdest.

Für wen ist Rekindly gedacht?

Für alle, denen es wichtig ist, in Kontakt zu bleiben, und die mehr Menschen im Leben haben, als sie im Kopf behalten können: Menschen mit großer Familie oder großem Freundeskreis, Selbstständige und Beraterinnen, die ihre Kunden als Menschen in Erinnerung behalten wollen, und alle, die einfach besser auf das nächste Gespräch vorbereitet sein möchten.

Brauche ich technisches Wissen?

Du solltest einen Docker-Container starten können oder ein Werkzeug wie Coolify, Unraid oder ein NAS haben, das das für dich erledigt. Sobald Rekindly läuft, passiert alles Weitere im Browser.

Können mehrere Personen eine Installation nutzen?

Im Moment gehört eine Installation einer Person, die private und berufliche Kontakte in getrennten Bereichen auseinanderhalten kann. Mehrere Benutzer, die ausgewählte Bereiche miteinander teilen, sind in Planung.

Kann ich meine bestehenden Kontakte mitnehmen?

Ja. Rekindly importiert vCard-Dateien aus Apple, Google oder Outlook, CSV-Dateien und den Export von Monica, einer etablierten Open-Source-App mit verwandtem Zweck. Jeder Import zeigt zuerst eine Vorschau, erkennt Personen, die du schon hast, und lässt sich als Ganzes rückgängig machen.

Funktioniert es auf dem Handy?

Ja, auf zwei Wegen. Die Web-App ist für kleine Bildschirme gebaut und lässt sich auf den Home-Bildschirm legen, und deine Kontakte lassen sich per CardDAV in das eigene Adressbuch des Handys synchronisieren.

Wo liegen meine Daten?

In einer einzigen SQLite-Datenbank und einem Ordner für Fotos, beide im Datenvolume des Containers. Du kannst sie wie jede andere Datei kopieren, sichern und umziehen, und Rekindly kann zusätzlich selbst verschlüsselte Backups anlegen.

Ist KI im Spiel?

Nur wenn du sie einschaltest. Die KI-Funktionen sind ab Werk aus, können mit einem lokalen Modell in deinem eigenen Netz laufen und sehen immer nur die Bereiche, die du ausdrücklich für sie freigegeben hast.


Irgendwer wartet darauf, von dir zu hören.

Installiere Rekindly, schreib auf, was du über diese Menschen weißt, und lass das nächste Gespräch dort beginnen, wo das letzte aufgehört hat.