Ruhig
Es erinnert dich, aber es drängelt nicht. Es gibt keinen Feed, kein Zähler-Symbol, das nachts weiterwächst, und nichts, das dich dafür belohnt, die App öfter zu öffnen.
Open Source · Selbst gehostet · Kostenlos
Rekindly ist ein ruhiger Ort für alles, was du über die Menschen in deinem Leben weißt, und vor jedem Anruf, Besuch oder Termin sagt es dir in wenigen Zeilen, wo ihr stehengeblieben seid.
Es ist gemacht für die Freundin, die du seit Monaten anrufen wolltest, für den Kunden, den du einmal im Quartal triffst, und für die Tante, deren Geburtstag immer früher kommt als gedacht. Du notierst nach einem Gespräch, was wichtig war, und Rekindly bringt es dir genau dann zurück, wenn du es brauchst, auf deinem eigenen Server und ohne dass jemand anderes mitliest.
Warum Rekindly
Die meisten von uns vergessen keine Menschen, sondern den Faden. Wir wissen noch, dass ein Freund umziehen wollte, aber nicht, ob der Umzug geklappt hat. Wir erinnern uns, dass eine Kollegin von einem schwierigen Projekt erzählt hat, aber nicht, wie es ausgegangen ist. Die Einzelheiten sind über Chats, Mails, Notizbücher und das eigene Gedächtnis verstreut, und wenn das nächste Gespräch ansteht, findet man sie nicht wieder.
Rekindly sammelt diese Fäden an einem Ort und ordnet sie um das nächste Gespräch herum. Es ist keine Datenbank, die gepflegt werden will, und kein Feed, der um deine Aufmerksamkeit buhlt. Es ist ein Notizbuch mit gutem Gedächtnis, das dir zur richtigen Zeit die richtige Seite aufschlägt, damit du besser zuhören kannst und die Frage stellst, die zeigt, dass du beim letzten Mal zugehört hast.
Der Name sagt, worum es geht. Es geht nicht darum, Menschen zu sammeln, sondern Verbindungen wieder aufleben zu lassen, die dir wichtig sind, ganz gleich, ob sie zu deinem privaten Leben oder zu deiner Arbeit gehören.
Vor dem Gespräch
Wenn du eine Person öffnest, siehst du zuerst, was du für das nächste Gespräch brauchst: die Wiedervorlagen, die du zugesagt hast, die Fakten, die du angeheftet hast, weil sie wichtig sind, eine Zusammenfassung des letzten Gesprächs, den nächsten Geburtstag und wie lange ihr nicht mehr gesprochen habt. Alles andere, von den Kontaktdaten bis zum vollständigen Verlauf, ist nur ein kurzes Scrollen entfernt.
Notieren soll Sekunden dauern, nicht Minuten. Nach einem Telefonat tippst du ein paar Zeilen in die Schnellerfassung, erwähnst Personen mit @Name, kennzeichnest den Eintrag mit /call als Telefonat und legst mit /wv 2w eine Wiedervorlage in zwei Wochen an. Einträge werden in Markdown geschrieben und mit allen Beteiligten verknüpft, sodass ein Abendessen mit drei Freunden auf allen drei Seiten erscheint.
Jeden Morgen
Die Seite „Heute“ sammelt die fälligen und überfälligen Wiedervorlagen, die Geburtstage der nächsten zwei Wochen und die Menschen, mit denen du länger nicht gesprochen hast, als du eigentlich wolltest. Für jede Person legst du fest, wie oft du dich melden möchtest, etwa jeden Monat bei einem engen Freund und jedes Quartal bei einem Geschäftskontakt, und Rekindly sagt dir unaufdringlich Bescheid, wenn die Zeit verstrichen ist.
Ab dem nächsten Release schickt dir Rekindly auf Wunsch auch jeden Morgen eine kurze Zusammenfassung per Mail, wenn du es lieber im Postfach hast. Es gibt keine Serien, keine Punkte und keine Abzeichen, denn in Kontakt zu bleiben soll sich nie wie ein Spiel anfühlen, das man gerade verliert.
Leben und Arbeit
Viele Menschen, die uns wichtig sind, sind keine Freunde im engeren Sinn. Es sind Kundinnen, Kollegen und Geschäftspartner oder die Nachbarin, die die Bäckerei um die Ecke führt. Rekindly gibt auch ihnen einen Platz, allerdings in getrennten Bereichen: Privat und Business sind von Anfang an da, und du kannst eigene Bereiche anlegen, jeder mit seiner eigenen Farbe.
Bereiche sind mehr als ein Filter. Für jeden Bereich entscheidest du, welche Geräte seine Kontakte bekommen, ob er in einem Kalender-Abo auftaucht und ob ein KI-Anbieter ihn überhaupt jemals sehen darf, damit das, was du über deine Familie weißt, nie am selben Ort landet wie das, was du über deine Kunden weißt.
Alles finden
Drück überall ⌘K oder Strg K und fang an zu tippen. Die Suche umfasst Namen, Firmen, Rollen, Fakten, Notizen und Kontaktdaten, sie weiß, dass Müller, Mueller und Muller dieselbe Person sind, und sie antwortet auch bei Tausenden Einträgen innerhalb weniger Millisekunden. Aus derselben Palette heraus kannst du ein Telefonat erfassen oder eine neue Person anlegen, ohne zur Maus zu greifen.
Rekindly ist durchgehend für die Tastatur gebaut, mit J und K zum Blättern in Listen und kleinen Hinweisen an den Schaltflächen, und funktioniert trotzdem genauso gut mit der Maus oder mit dem Daumen auf dem Handy.
Dort, wo deine Kontakte schon sind
Rekindly spricht CardDAV, den offenen Standard, den iPhone, macOS, Thunderbird und viele Android-Apps für Kontakte verwenden. Du verbindest ein Gerät einmal, und ab dann erscheinen deine Menschen in seinem eigenen Adressbuch, mit Namen, Nummern, Adressen, Geburtstagen und Fotos. Änderst du auf dem Handy eine Nummer, übernimmt Rekindly sie, und löschst du dort einen Kontakt, landet er im Papierkorb von Rekindly, statt für immer zu verschwinden.
Wiedervorlagen und Geburtstage kannst du außerdem als Kalender abonnieren, sodass sie neben deinen Terminen stehen. Jedes Gerät bekommt sein eigenes Passwort und sieht nur die Bereiche, die du dafür auswählst.
Deine Daten
Rekindly läuft als ein einziger Docker-Container mit einer SQLite-Datenbank, auf einem Heimserver, einem Raspberry Pi oder einem kleinen gemieteten Server. Es meldet sich nirgendwo, enthält keine Analyse-Werkzeuge und spricht nie mit einem Dienst, den du nicht selbst eingerichtet hast.
Du kannst jederzeit alles als JSON oder vCard exportieren, und Rekindly legt auf Wunsch jede Nacht ein verschlüsseltes Backup auf einem WebDAV-Speicher wie Nextcloud oder auf einem beliebigen S3-kompatiblen Speicher ab. Genauso einfach kommen deine Kontakte hinein: Exporte aus Apple, Google oder Outlook werden mit Vorschau, Dubletten-Erkennung und einer Möglichkeit zum Rückgängigmachen importiert, und Personen, die sich später als doppelt herausstellen, lassen sich sorgfältig zusammenführen.
Hilfe auf Wunsch
Wenn du möchtest, fasst Rekindly einen langen Verlauf zu einem kurzen Briefing zusammen, schlägt Fakten aus einer gerade geschriebenen Notiz vor oder beantwortet Fragen wie die, wen du in einer bestimmten Firma kennst. Du kannst ein lokales Modell über LM Studio oder Ollama nutzen, sodass nichts dein eigenes Netz verlässt, oder einen Cloud-Anbieter deiner Wahl. Die KI ist ab Werk ausgeschaltet und muss für jeden Bereich einzeln erlaubt werden.
Für deine eigenen Werkzeuge gibt es eine dokumentierte REST-API mit persönlichen Token und einen MCP-Server, über den ein Assistent wie Claude nachschlagen kann, was du über jemanden weißt, auch hier nur in den Bereichen, die du freigegeben hast.
Auf einen Blick
Namen, Kontaktdaten, Adressen, Fotos, Geburtstage mit oder ohne Jahr, wie ihr euch kennengelernt habt, Tags und eigene Felder, dazu Organisationen mit Abteilungen und Standorten.
Notizen, Telefonate, Treffen und Nachrichten in Markdown, jeweils mit allen Beteiligten verknüpft.
Kurze Dinge, die man sich merken sollte, und die du ins Briefing heften kannst, wenn sie wichtig sind.
Erinnerungen an einer Person, fällig an einem bestimmten Tag und sichtbar auf der Seite „Heute“ und in deinem Kalender.
Wie oft du dich bei jemandem melden möchtest, mit einem sanften Hinweis, wenn es zu lange her ist.
Partner, Kinder, Kollegen und die Menschen, die du über jemand anderen kennst, auch indirekte Kontakte, mit denen du selbst nie sprichst.
Volltextsuche über alles, tolerant gegenüber Umlauten und Akzenten, mit einer Befehlspalette für die Tastatur.
Getrennte Bereiche wie Privat und Business, jeder mit eigenen Einstellungen für Sync und KI.
Abgleich in beide Richtungen per CardDAV und ein Kalender-Abo für Wiedervorlagen und Geburtstage.
vCard und CSV mit Vorschau und Rückgängig, dazu eine Dublettensuche, die Personen sorgfältig zusammenführt.
Vollständiger Export als JSON oder vCard und nächtliche, verschlüsselte Backups auf WebDAV oder S3.
Anmelden mit Face ID, Touch ID, Windows Hello oder einem Sicherheitsschlüssel statt mit einem Passwort.
Optionale KI mit lokalen oder Cloud-Modellen, pro Bereich begrenzt, dazu eine REST-API und ein MCP-Server.
Deutsch und Englisch, mit hellem und dunklem Modus, der deinem System folgt.
Sechs Themes für hell und dunkel, fünf Layouts für die Personenseite und eigene Themes, die du als Datei teilen kannst. Im nächsten Release.
Eine tägliche Zusammenfassung per Mail und auf Wunsch Anmeldecodes per Mail, im nächsten Release.
SQLite und deine Fotos in einem einzigen Datenvolume, mit Images für amd64 und arm64.
Grundsätze
Es erinnert dich, aber es drängelt nicht. Es gibt keinen Feed, kein Zähler-Symbol, das nachts weiterwächst, und nichts, das dich dafür belohnt, die App öfter zu öffnen.
Eine Installation gehört der Person, die sie betreibt. Deine Notizen bleiben auf deinem Server, und nichts wird irgendwohin geschickt, solange du es nicht selbst eingerichtet hast.
Alle Daten lassen sich in offenen Formaten exportieren, und der Code ist freie Software unter der AGPL, sodass du ihn lesen, ändern und betreiben kannst, wie du willst.
Ein Container, eine Datenbankdatei und keine externen Dienste, um die man sich kümmern muss. Eine Installation, die du heute einrichtest, soll auch in fünf Jahren noch still vor sich hin laufen.
Loslegen
Du brauchst nur einen Rechner oder Server mit Docker. Starte den Container mit dem Befehl unten, öffne die Adresse im Browser und lege dein Konto an; der erste Start führt dich durch alles Nötige.
docker run -d --name rekindly -p 3000:3000 \
-v rekindly-data:/data \
-e PUBLIC_URL=http://localhost:3000 \
ghcr.io/dddanny79/rekindly:latest
http://localhost:3000 und lege dein Konto an.Für den Alltag hinter HTTPS, das Passkeys und das iPhone voraussetzen, beschreibt die Dokumentation Varianten mit Docker Compose, Coolify und den gängigen Reverse Proxys. Die Images gibt es für amd64 und arm64, ein Raspberry Pi eignet sich also genauso gut wie ein gemieteter Server.
Die Dokumentation ist bisher auf Englisch.
Dokumentation
Fragen
Nein. Rekindly ist freie Software unter der GNU Affero General Public License 3.0. Du betreibst es selbst, die einzigen Kosten sind also die deines eigenen Servers, und es gibt keine kostenpflichtige Ausgabe, in die du gedrängt würdest.
Für alle, denen es wichtig ist, in Kontakt zu bleiben, und die mehr Menschen im Leben haben, als sie im Kopf behalten können: Menschen mit großer Familie oder großem Freundeskreis, Selbstständige und Beraterinnen, die ihre Kunden als Menschen in Erinnerung behalten wollen, und alle, die einfach besser auf das nächste Gespräch vorbereitet sein möchten.
Du solltest einen Docker-Container starten können oder ein Werkzeug wie Coolify, Unraid oder ein NAS haben, das das für dich erledigt. Sobald Rekindly läuft, passiert alles Weitere im Browser.
Im Moment gehört eine Installation einer Person, die private und berufliche Kontakte in getrennten Bereichen auseinanderhalten kann. Mehrere Benutzer, die ausgewählte Bereiche miteinander teilen, sind in Planung.
Ja. Rekindly importiert vCard-Dateien aus Apple, Google oder Outlook, CSV-Dateien und den Export von Monica, einer etablierten Open-Source-App mit verwandtem Zweck. Jeder Import zeigt zuerst eine Vorschau, erkennt Personen, die du schon hast, und lässt sich als Ganzes rückgängig machen.
Ja, auf zwei Wegen. Die Web-App ist für kleine Bildschirme gebaut und lässt sich auf den Home-Bildschirm legen, und deine Kontakte lassen sich per CardDAV in das eigene Adressbuch des Handys synchronisieren.
In einer einzigen SQLite-Datenbank und einem Ordner für Fotos, beide im Datenvolume des Containers. Du kannst sie wie jede andere Datei kopieren, sichern und umziehen, und Rekindly kann zusätzlich selbst verschlüsselte Backups anlegen.
Nur wenn du sie einschaltest. Die KI-Funktionen sind ab Werk aus, können mit einem lokalen Modell in deinem eigenen Netz laufen und sehen immer nur die Bereiche, die du ausdrücklich für sie freigegeben hast.
Installiere Rekindly, schreib auf, was du über diese Menschen weißt, und lass das nächste Gespräch dort beginnen, wo das letzte aufgehört hat.